Gear Sport im ersten Test: Samsungs wasserdichte Spotify-Smartwatch

Marktstart in Deutschland

von Maurice Ballein
Samsung Gear Sport 4

Mit der neuen Smartwatch Gear Sport buhlt Samsung ab dem 27. Oktober um die Gunst sportbegeisterter Uhrenträger. Wir haben uns die smarte Computeruhr im Rahmen eines ersten Tests für euch aus nächster Nähe angesehen und versorgen euch hier zum Markstart in Deutschland mit wissenswerten Informationen und Ersteindrücken.

Inhaltsverzeichnis

  1. Technische Daten der Samsung Gear Sport
  2. Das kann die Software
  3. So fühlt sich die Gear Sport an
  4. Preis und Verfügbarkeit
  5. Erstes Fazit
  6. Auch die Gear Fit 2 Pro ist im Anflug

Die neue Samsung Gear Sport möchte nicht als direkter Nachfolger der Gear S3 verstanden werden. Zwar hat sie einiges von der äußerlich größeren Schwester geerbt, macht aber auch ein paar Dinge anders. Auf Seiten der Hardware finden sich dabei nur wenige Änderungen. Wir haben es nach wie vor mit einer Smartwatch zu tun, die auf das Samsung-eigene Betriebssystem Tizen setzt, über zwei am rechten Gehäuserand angebrachte Knöpfe verfügt und über einen drehbaren Rand, auch Lünette genannt, bedient werden kann.

Die Samsung Gear Sport im Hands-on

Das Display ist weiterhin kreisrund, allerdings sichtbar geschrumpft, die Auflösung des nun 1,2 Zoll großen Panels beträgt weiterhin 360 x 360 Pixel, bietet also wie schon bei der Gear S3 eine angemessene, sprich scharfe und gut leserliche Darstellung der Inhalte. Etwas abgespeckt hat der Akku, der nur noch über 300 Milliamperestunden verfügt. Bei der Gear S3 sind es 380 Milliamperestunden. Verkleinert hat Samsung auf Seiten der Hardware auch den Armbandstandard. Dieser ermöglicht einen einfachen Austausch von schmaleren 20- statt 22-Millimeter-Armbändern, egal ob nun von Samsung oder einem beliebigen anderen Hersteller.

Mit der Gear Sport zielt Samsung ganz offensichtlich auch in Richtung einer neuen Zielgruppe. Schwimmer stehen offenbar ganz oben auf der Liste der potentiellen Käuferschaft. So ist die Gear Sport bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht und soll automatisch erkennen können, dass ihr euch im Wasser ertüchtigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das im Süß- oder Salzwasser stattfindet. Eure Aktivitäten im Pool oder im Schwimmbad soll eine App von Speedo mit Namen "On" tracken. Natürlich ist ein Bahnenzähler mit an Bord. Euren Kalorienverbrauch könnt ihr zudem über Partner-Apps - Samsung nennt hier zum Beispiel die Anwendung von Under Armor, im Blick behalten. Natürlich ist auch ein Herzfrequenzmesser an Bord, der den Puls rund um die Uhr automatisch protokollieren kann. Dieser soll deutlich exaktere Daten liefern und zuverlässiger arbeiten als noch bei der Gear S3 (Classic, Frontier).

Samsung Gear Sport: Bildergalerie

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Technische Daten der Samsung Gear Sport

  • Abmessungen: 42,9 x 44,6 x 11,6 Millimeter
  • Gewicht: 50 Gramm
  • Display: 1,2 Zoll (3,05 Zentimeter) Super AMOLED (360 x 360 Pixel), Gorilla Glass 3
  • Prozessor: Dual Core mit 1 Gigahertz
  • Arbeitsspeicher: 768 Megabyte
  • Betriebssystem: Tizen OS 3.0
  • Interner Speicher: 4 Gigabyte (1,5 GB sind frei verfügbar)
  • Akku: 300 Milliamperestunden
  • Funkstandards: Bluetooth 4.2, WiFi, Wi-Fi b/g/n, NFC, GPS/Glonass
  • Wasserdicht: Ja, bis 50 Meter Tiefe
  • Armbandbreite: 20 Millimeter (austauschbar)

Das kann die Software

Die größten Veränderungen im Vergleich mit der Gear S3 finden sich unter der Haube. So bietet die Samsung-App S Health euch in Kombination mit der Gear Sport jetzt auch einen Ernährungsplan beziehungsweise -ratgeber. So könnt ihr im Tagesablauf eintragen wie viel und was ihr getrunken beziehungsweise gegessen habt. Die Uhr passt ihre proaktiven Empfehlungen entsprechenden Daten an. Zudem verspricht die Samsung, dass die Uhr automatisch erkennt, wenn ihr euch ins Auto setzt und aktiviert einen Fahrmodus, um euch nicht unnötig vom Fahrgeschehen abzulenken.

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Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, auf einen eigenen Standalone-Player der Uhr zurückgreifen zu können, der euch einen nativen Zugriff auf eure Spotify-Bibliothek ermöglicht, mit oder ohne mitgeführtes Smartphone. Zudem unterstützt das Feature das Herunterladen entsprechender Spotify-Playlisten für eine Offline-Wiedergabe direkt von der Uhr. Wer im Rahmen seiner Workouts gerne musikalisch begleitet wird, muss nicht mehr dafür Sorge tragen MP3-Dateien auf die Uhr zu übertragen, sondern lädt sich die Songs direkt über die Spotify-Anbindung herunter.

So fühlt sich die Gear Sport an

Die Samsung Gear Sport macht den ersten Eindrücken zufolge einen hervorragend verarbeiteten Eindruck. Alles andere hätte uns beim Blick auf die weiteren Vertreter der Samsung-Wearables allerdings auch sehr verwundert. Dabei ist sie trotz solidem Metallgehäuse schön leicht. Auch das Display ist angenehm hell und ausreichend scharf. Über die Optik lässt sich bekanntlich streiten. Uns persönlich gefällt das Äußere der Gear S3 besser. Unserem Empfinden zufolge stört die etwas klobig wirkende Gehäuseform. Das Gehäuse wirkt im Zusammenspiel mit den doch recht schlanken 20-Millimeter-Armbändern etwas klobig. Aber das darf natürlich jeder für sich entscheiden. Macht euch doch einfach selbst ein Bild in unserer oben platzierten Bildergalerie.

Preis und Verfügbarkeit

Der Verkauf der Samsung Gear Sport in Deutschland startet ab Freitag, den 27. Oktober. Angeboten wird das Gadget dann in zwei Farben: Schwarz und Blau. Zum Marktstart ruft Hersteller Samsung einen Preis von 349 Euro auf. Wem das zu teuer ist, für den dürfte sich ein wenig Geduld auszahlen, der Preis wird erfahrungsgemäß in den ersten Wochen nach Erstveröffentlichung in den Sinkflug übergehen und sich bereits zeitnah in der Region der 300 Euro-Marke bewegen.

Erstes Fazit

Mit der Gear Sport nimmt Hersteller Samsung weniger einen Nachfolger denn Alternative zum aktuellen Top-Modell Gear S3 in das Smartwatch-Portfolio auf. Erwartungsgemäß punktet die Computeruhr mit einer sehr guten Verarbeitung und den ersten Eindrücken entsprechend angenehmen Tragekomfort. Die Uhr ist wasserdicht bis 50 Meter, soll diverse Aktivitäten, inklusive Schwimmen, automatisch erkennen und einen leistungsfähigen Pulsmesser bieten. Die direkte Anbindung an Spotify ist praktisch für alle, die ihr Smartphone bei ihren Workouts nicht mitschleppen wollen und keine Lust auf eine manuelle Übertragung von MP3-Dateien haben. Spannend zu beobachten wird im ersten ausgiebigen Praxistest unter anderem sein, wie sich der im Vergleich zur Gear S3 deutlich geschrumpfte Akku schlagen wird.

Auch die Gear Fit 2 Pro ist im Anflug

Neben der Gear Sport als neue Produktkategorie gab es auch einen echten Nachfolger zu in Berlin sehen, die Fit 2 Pro. Die Neuauflage der Gear Fit 2 kann ebenfalls bis zu einer Tiefe von 50 Metern dem Eindringen von Wasser widerstehen und dem Träger die Möglichkeit bieten, Schwimmaktivitäten über genannte Speedo-Kooperation zu tracken (Salz- oder Süßwasser).

Pressebilder der Gear Fit 2 Pro

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Sie ist mit einem 1,5-Zoll-Amoled-Display ausgestattet, welches mit 216 × 432 Bildpunkten auflöst, soll nur 34 Gramm auf die Waage bringen und ist mit einem GPS-Modul ausgestattet. Daneben zählen Bluetooth 4.2 sowie ein Akku mit 200 Milliamperestunden zur Ausstattung. Als Besonderheit ist auch hier der Support für Spotify zu nennen, der es ermöglicht, den Musik-Streaming-Dienst für die Offline-Wiedergabe mit der Uhr zu nutzen.

Preis und Verfügbarkeit

Die Samsung Gear Fit 2 Pro soll zeitgleich zur Gear Sport Ende Oktober hierzulande erscheinen. Der Preis soll bei etwa 250 Euro liegen. Auch bei der Gear Fit 2 Pro müsst ihr euch zwischen zwei Farbvarianten entscheiden: Schwarz oder Schwarz-Rot.

Samsung Gear Sport

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