Huawei MateBook 13: MacBook Air-Konkurrent vorgestellt

Mehr Leistung als das Vorbild

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von Tim Metzger
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Kurz nach der Veröffentlichung des neu designten MacBook Air schickt Huawei ein entsprechendes Gegenstück ins Rennen. Das MateBook 13 gleicht dem Apple-Produkt auf den ersten Blick nicht nur optisch, sondern auch technisch. Unterschiede gibt es dennoch, auch beim Preis?

Huawei hat mit dem MateBook 13 ein neues Ultrabook vorgestellt.
Huawei hat mit dem MateBook 13 ein neues Ultrabook vorgestellt. (Quelle: Huawei)

In China gilt Kopieren als Lob. Wirft man einen Blick auf Huaweis aktuelle Notebook-Auswahl, müsste Apple sich demnach geehrt fühlen. 2018 hat sich der chinesische Hersteller offensichtlich stark vom Design der Kalifornier inspirieren lassen, was sowohl beim MateBook X als auch beim MateBook D ersichtlich ist. Mit dem neuen MateBook 13 existiert nun ein weiterer MacBook-Konkurrent.

Zum Verwechseln ähnlich

In drei Farben wird es das MateBook 13 geben.
In drei Farben wird es das MateBook 13 geben. (Quelle: Huawei)

Bis auf wenige Millimeter Differenz besitzt das MateBook 13 nahezu die gleichen Dimensionen und wiegt mit 1,28 Kilogramm nur 30 Gramm mehr, als Apples frisches MacBook Air. Dünne Bildschirmränder, Fingerabdrucksensor im Power-Button und ein großes Touchpad bieten beide Geräte. Auch die Form der Tasten wirkt nahezu identisch, doch daneben fallen die ersten Unterschiede auf. Im Gegensatz zum MacBook fehlen dort beim Huawei-Notebook die Stereo-Lautsprecher. Diese sitzen stattdessen auf der Unterseite, sollen dank Dolby Atmos-Abstimmung aber trotzdem einen guten Klang bieten.

Mehr Leistung mit Abstrichen

Auf der Unterseite des Aluminium-Unibody-Gehäuses sticht beim MateBook zudem ein Schlitz ins Auge, der zwei Lüftern Luft verschafft. Während das MacBook Air mit einem Lüfter gekühlt wird, setzt Huawei hingegen auf potentere Prozessorleistung, die mehr Abwärme produziert. Statt eines sparsamen Chips mit zwei physischen Kernen, sitzt im MateBook 13 ein echter Quadcore-Prozessor, wahlweise i5 oder i7. Obendrauf sitzt eine dedizierte Nvidia-Grafik im Inneren. Dies geht aber auch zu Lasten des ohnehin kleineren Akkus. Rund 50 Wattstunden (Wh) bei Apple stehen knapp 42 Wh gegenüber, weshalb Huawei eine zehnstündige und somit drei Stunden geringere Laufzeit bei der Wiedergabe von Filmen angibt.

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Gleiche Anschlüsse, trotzdem Unterschiede

Wie das MacBook bietet Huaweis neues Gerät nur zwei USB-C- und einen Kopfhöreranschluss. Während Apple die USB-Ports nur auf einer Seite anbringt, verteilt Huawei sie lieber auf beide. Jedoch besitzen sie beim MateBook 13 ein großes Manko, denn sie unterstützen nicht die Thunderbolt 3-Schnittstelle, was den Einsatzumfang der Anschlüsse einschränkt.

Display

Das Display-Format unterscheidet sich von dem des MacBook Air (2018).
Das Display-Format unterscheidet sich von dem des MacBook Air (2018). (Quelle: Huawei)

Das QHD-Display des MateBook verfügt über eine vergleichbare Pixeldichte, besitzt aber mit 3:2 ein anderes Seitenverhältnis als das MacBook Air. Beim Browsen und Bearbeiten von Dokumenten mag dies von Vorteil sein, sorgt im Gegensatz zum 16:10-Format bei Apple aber für schwarze Balken bei Filmen.

Weniger Speicherauswahl

Während Apple eine Vielzahl an Speicheroptionen anbietet, fällt dies bei Huawei überschaubarer aus. Das MateBook 13 hat 8 Gigabyte aufgelöteten Arbeitsspeicher, statt maximal 16 beim Air. Entweder eine 256- oder 512-Gigabyte-SSD stehen beim vermeintlichen Klon zur Auswahl. Apple lässt euch das Air hingegen mit 128 Gigabyte bis 1,5 Terabyte konfigurieren.

Erscheinungsdatum und Preise

Bisher ist das MateBook 13 nur auf der chinesischen Seite des Herstellers zu finden. Von Releaseinfos und Preisangaben fehlt aber derzeit jegliche Spur. Ob und wann das Gerät in Europa angeboten wird, bleibt also abzuwarten.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Notebook, Huawei, Huawei MateBook und Apple MacBook Air (2018) versehen.

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