Sony Xperia X im Kurztest: Erfolgreicher Neustart?

MWC 2016

Das Sony Xperia X ersetzt das Xperia Z5.

Sony überrascht seine Fans auf dem MWC mit drei neuen Smartphones. Xperia X Performance, Xperia X und Xperia XA sollen in die Fußstapfen von Xperia Z5 und Co treten. Ist die neue Smartphone-Serie ein gelungener Neustart? Netzwelt konnte die Smartphones in Barcelona bereits ausprobieren. Ein Kurztest.

Inhaltsverzeichnis

  1. So fühlt sich das Xperia X an
  2. Das kann die Xperia X-Serie
  3. Das ist uns noch aufgefallen
  4. Preis und Verfügbarkeit
  5. netzwelt meint
  6. Fazit

Sony überrascht auf dem MWC mit der Vorstellung des Xperia X. Die Smartphone-Serie soll die bisherige Xperia Z-Reihe ablösen und besteht zum Start aus drei Modellen. Dem Xperia XA - einem Einsteiger-Gerät, das Xperia X, einem Mittelklassen-Smartphone und dem Xperia X Performance - dem neuen Top-Modell des japanischen Herstellers.

Alle drei Smartphones sind fünf Zoll groß, unterscheiden sich jedoch in Ausstattung und Verarbeitung. Dazu später mehr.

So fühlt sich das Xperia X an

Was ist neu beim Xperia X? Auf den ersten Blick hat sich kaum etwas getan. Das Design des Xperia X Performance und des Xperia X ist an die Optik des Xperia Z5 angelegt. So verfügen beide Smartphones auch über einen Fingerabdruckscanner im Einschalter an der Seite.

Einziger Unterschied: Die Rückseite besteht nicht mehr aus Glas, sondern aus Metall. Das vermeidet häßliche Fingerabdrücke und macht die Smartphones rutschsicherer. Zumal die von 5,2 auf 5 Zoll verringerte Bilddiagonale beide Geräte im Vergleich zum Xperia Z5 handlicher macht. Der Metallrücken fühlt sich aber nicht so edel an, wie etwa beim iPhone 6S oder HTC One M9.

Sony Xperia X-Serie im Kurztest

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Das Xperia XA dagegen erinnert mit seinem kleinen runden Einschalter an ältere Xperia Z-Produkte. Es bietet keinen Fingerabdruckscanner. Statt einem Metallcover verbaut Sony hier zudem einen Kunststoffrücken. Die matte Oberfläche wies im Kurztest Fingerabdrücke ebenfalls zuverlässig ab, und bot einen guten Grip.

Das kann die Xperia X-Serie

Highlight der X-Serie ist die Kamera. Für diese haben sich die Smartphone-Ingenieure Hilfe von ihren Kollegen aus der Sony Alpha-Abteilung geholt. Besonders hervor hebt der japanische Hersteller dabei den so genannten prädiktiven Autofokus. Er ist sowohl im Xperia X Performance als auch im Xperia X und im Xperia XA verbaut.

Er kommt zum tragen, wenn ihr sich schnell bewegende Objekte fotografieren wollt. Diese wählt ihr mit einem Fingerdruck auf dem Touchscreen aus, fortan folgt die Kamera dem gewählten Objekt und versucht dabei den nächsten Schritt vorauszuahnen, damit ihr jedes Mal, wenn ihr auf dem Auslöser drückt ein scharfes Bild habt. Ihr könnt euch den prädiktiven Autofokus in unserem Video anschauen.

Sony Xperia X im Hands-on

Wie ihr seht, arbeitet das System bereits gut, im Kurztest gab es jedoch Probleme, wenn sich viele verschiedene bewegende Objekte im Bild befanden oder sich das Objekt nur langsam bewegte. Bilder schießen das Xperia X Performance und das Xperia X mit einer maximalen Auflösung von 23 Megapixeln, das Xperia XA bietet dagegen nur eine 13-Megapixel-Kamera.

Das ist uns noch aufgefallen

Erfreulich: Die Nutzeroberfläche des Xperia X und Xperia XA wirkt deutlich aufgeräumter. Sony hat einen Haufen vorinstallierter Bloatware entfernt - ein längst überfälliger Schritt.

Sony weicht zudem von seinem Konzept ab,die Smartphones einer Serie ähnlich auszustatten. Beim Xperia X kommen zum Beispiel drei verschiedene Prozessoren zum Einsatz - das Xperia XA läuft mit einem Octa-Core-Chip von MediaTek (MT6755), das Xperia X basiert auf dem Octa-Core-Chip Snapdragon 650 und das Xperia X Performance läuft mit Qualcomms Top-Chip Snapdragon 820. Auch Arbeits- und Gerätespeicher variieren stark.

Preis und Verfügbarkeit

Das Sony Xperia XA und das Xperia X werden ab Ende Mai in Deutschland erhältlich sein, Nutzer haben dann die Wahl zwischen den Farben: Weiß, Graphit-Schwarz, Lime-Gold und Rosé-Gold.

Das Xperia XA soll im Handel laut Sony 299 Euro kosten, das Xperia X 599 Euro. Das Xperia X Performance soll vorerst nicht in Deutschland in den Handel kommen.

netzwelt meint

Für einen Neustart fallen die Änderungen beim Xperia X und Xperia XA zu gering aus - beide Modelle erinnern noch sehr an die Sony Xperia Z-Serie. Technisch sind die Geräte gut ausgestattet, allerdings erscheint der Preis des Xperia X viel zu hoch - da können Nutzer auch gleich zu Top-Modellen wie dem Galaxy S7 oder LG G5 greifen und erhalten bei diesen noch potentere Hardware.

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Hinweis: Die Reisekosten zum MWC (Hin- und Rückflug + 4 Übernachtungen) wurden von Qualcomm übernommen. Auf die Berichterstattung hat dies keinen Einfluss. Ihr wollt mehr darüber erfahren, wie netzwelt arbeitet und sich finanziert? Besucht dazu gerne unsere Transparenzseite.

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Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Mobile World Congress (MWC), Smartphone, Sony, Sony Xperia X, Sony Xperia XA, Sony Xperia X Performance und Sony Xperia XZ1 (Compact).

Das Sony Xperia X wurde ursprünglich mit Android 6.0.0 "Android M" ausgeliefert. Mittlerweile ist für das Sony Xperia X die Version 8.0 "Android O" verfügbar.

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  • Sony Xperia X, XA, X Performance: Die Z-Nachfolger feiern Premiere

    22.02.2016 Äußerlich unterscheidet sich die neue Xperia X-Familie kaum von den bereits erhältlichen Modellen der Z5-Reihe. Top-Modell ist das Sony Xperia X, bei dem der japanische Hersteller die Kamera-Qualitäten besonders unterstreicht.

    Ein so genannter prädiktiver Autofokus soll Bewegungen von Objekten analysieren, deren zukünftige Position "vorausahnen" und auf diesen Bereich von allein scharf stellen. Solche Techniken kennen wir bislang eher von hochwertigen Spiegelreflex-Kameras. Ein sich näherndes Fahrzeug kann auf diese Art und Weise im Serienbild-Modus etwa besser scharf gestellt werden. Sony will zudem die Startzeit der Kamera auf nun unter eine Sekunde weiter verbessert haben.

    Mit der rückseitigen Kamera aufgenommene Einzelbilder sind bis zu einer Auflösung von 23 Megapixeln möglich. Auf der Front fängt eine ebenfalls verbesserte Kamera Selfies ein. Der von Sony hergestellte Exmor R Sensor bietet eine Auflösung von 13 Megapixeln und soll auch bei schwierigen Lichtverhältnissen rauscharme Bilder liefern.

    Die Bildschirmentsperrung erfolgt wie gehabt über einen seitlich angebrachten Fingerabdruck-Scanner, der auch für das Bezahlen beim Online-Shopping eingesetzt werden kann. Im Vergleich zur Z-Serie (5,2 Zoll) verbaut Sony beim Xperia X mit 5,0 Zoll einen etwas kleineren Bildschirm, der eine Helligkeit von 700 Candela bei einer Full HD-Auflösung liefern soll.

    Etwas überrascht hat uns die Prozessor-Wahl. Das deutsche Top-Modell von Sony kommt mit einem Qualcomm Snapdragon 650 ins Haus, der im Vergleich zu anderen MWC-Neuheiten wie dem LG G5 (Snapdragon 820) ins Hintertreffen gerät. Hinzu kommen drei Gigabyte RAM und 32 Gigabyte Flash-Kapazität. Letzteren könnt ihr durch Einlegen einer microSD-Karte im Handumdrehen um bis zu 200 Gigabyte erweitern. Die Laufzeit des nicht wechselbaren 2.620-Milliamperestunden-Akkus mit Schnellladefunktion soll bei zwei Tagen liegen.

    Laut Sony wird das Xperia X ab Mai 2016 in den Farben Lime-Gold, Graphit-Schwarz, Weiß und Rosé-Gold in Deutschland angeboten. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 599 Euro.

    Abgespecktes Display (5 Zoll, 1.080 x 720), langsamerer Prozessor (Mediatek Helio P10) und eine Kamerauflösung von 13 beziehungsweise 8 Megapixeln ohne prediktiven Autofokus sind die Eckdaten des wesentlich günstigeren Sony Xperia XA. Ein fünffach digitaler "Clear Image Zoom" soll entfernte Objekte ohne Qualitätseinbußen näher heranbringen.

    Trotz des günstigeren Preises fallen die Bildschirmränder eine Ecke schmaler als beim Xperia X aus. Auch hier soll ein 2.300-Milliamperestunden-Akku für eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen sorgen. Das Sony Xperia ZA steht laut Sony ab Ende Mai zu Preisen von knapp 300 Euro in Deutschland bei den Händlern.

    Beim Xperia X Performance verbaut Sony statt eines Qualcomm Snapdragon 650 den aktuellen Top-Prozessor Snapdragon 820. Es ist mit 165 Gramm ein wenig schwerer als das Sony Xperia X (156 Gramm), bietet ansonsten aber nahezu identische Ausstattung.

    Auch hier verzichtet Sony auf den Einbau eines 4K-Displays, wie es noch beim Xperia Z5 der Fall war. Allerdings will der Hersteller die Performance-Variante nicht nach Deutschland bringen. Einen Grund für diese Entscheidung gab Sony im Rahmen des MWC nicht bekannt.

    Sony stellt gleichzeitig Zubehör für alle Modelle vor. So wird es zum Beispiel mit dem Style Cover Touch spezielle Schutzhüllen mit Flip Cover zum Preis von 59 Euro für das Xperia X und das Xperia X Performance geben. Mit 39 Euro etwas günstiger ist das so genannte Style Cover Flip, das es auch für das Mittelklasse-Smartphone XA gibt. Außerdem gibt es noch das Back Cover zum Preis von 29 Euro für alle neu vorgestellten Xperia-Modelle.

    Weitere Nachrichten und Kurztests vom MWC findet ihr an dieser Stelle auf netzwelt.

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