Harley-Davidson enthüllt fertiges E-Motorrad LiveWire: Sssss statt Wobobob

Nach vier Jahren Entwicklungszeit

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von Michael Knott
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Vier Jahre Entwicklungszeit stecken in Harley-Davidsons erstem Elektro-Motorrad, nun lüftet der US-Hersteller in Mailand den Schleier von der Serienversion der LiveWire genannten Maschine. Der Anblick stößt bereits auf viel Gegenliebe, auch wenn ein paar wichtige Fragen, etwa nach der Reichweite, noch offen sind.

Inhaltsverzeichnis

  1. Update vom 1.2.2018
  2. Klang-Samples (Original-Meldung vom 8.12.2014)
  3. Preis (Update 8.12.2014)
So wird LiveWire, das erste E-Motorrad von Harley-Davidson aussehen.
So wird LiveWire, das erste E-Motorrad von Harley-Davidson aussehen. (Quelle: Harley-Davidson)

Auf der Mailänder Motorradmesse EICMA hat Harley-Davidson die Serienversion des ersten Elektro-Motorrades vorgestellt. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass alle Harley-Händler, die den Vetrieb der LiveWire genannten Maschine übernehmen, mit einer Ladestation (Level 2) ausgestattet werden.

Über die typische Reichweite der Maschine schweigt sich der Hersteller auch in Mailand weiter aus. Immerhin verrät Harley-Davidson, dass die LiveWire über sieben Fahrmodi verfügen wird, die Einfluss auf Federung und Drehmoment haben werden. Auf der Messer bestätigte der Hersteller den Verkaufsstart der Maschine für Ende 2019. Weitere Details zum Preis und zu Vorbestellmöglichkeiten sollen im Januar 2019 bekanntgegeben werden.

Update vom 1.2.2018

Es gibt sie schon, Motorräder, bei denen statt eines Verbrennungsmotors ein E-Antrieb im Rahmen hängt. Doch sind sie noch sehr selten auf deutschen Straßen unterwegs. Aber auch Fahrräder mit Elektroantrieb drängen immer mehr in Motorrad-Regionen vor. Mach ein "Fahrrad" mit Elektromotor sprengt bereits die 100 km/h-Grenze locker und darf sogar auf deutschen Autobahnen bewegt werden.

Auch wenn es sich bei der hier gezeigten Livewire um einen Protoyp handelt, sieht die erste E-Harley recht seriennah aus.
Auch wenn es sich bei der hier gezeigten Livewire um einen Protoyp handelt, sieht die erste E-Harley recht seriennah aus. (Quelle: Harley-Davidson)

Dass nun ausgerechnet die US-Marke Harley-Davidson ein Motorrad mit Elektroantrieb in der Tasche hat, sorgt im Netz seit 2014 für Redebedarf. Denn zu diesem Zeitpunkt sprach Harley Davidson das erste Mal öffentlich über das Projekt "Livewire". Dann wurde es einige Zeit still um die E-Harley. Doch im Hintergrund wurde eifrig getüftelt, unter anderem an einer eigenen, unverwechselbaren Sound-Architektur.

Harley-Davidson Livewire

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Am 30. Januar rief Harley-Boss Levanich die E-Harley wieder ins Gedächtnis. Im Rahmen der Bekanntgabe der jüngsten Unternehmenszahlen sagte er, dass das Projekt im Zeitrahmen liege und man die Entwicklungskapazitäten noch ausweiten wolle. Ende 2019 soll das erste Elektro-Motorrad von Harley Davidson fertig sein. Lest nachfolgend die Original-Meldung.

Klang-Samples (Original-Meldung vom 8.12.2014)

Der Harley-Rocker der nahenden Zukunft könnte lautlos und ökologisch nachhaltig vor die Eisdielen dieser Welt rollen. Auf einer Promotion-Tour quer durch das Mutterland USA will Harley-Davidson den E-Cruiser, der sich optisch deutlich vom stereotypen Chopper unterscheidet, am lebenden Objekt, sprich am potenziellen Käufer testen. Interessierte können Project Livewire sogar probefahren. Ob das E-Bike, das optische Anleihen an Ducatis Diavel nimmt, in dieser Form auf den Markt kommt, ist noch offen.

Folgerichtig gibt sich der Hersteller noch etwas bedeckt, was technische Daten anbelangt. Der E-Motor leiste knapp 75 PS. Vier Sekunden sollen vergehen, bis das Motorrad aus dem Stand Tempo 100 erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 150 Kilometer in der Stunde liegen.

Motorradfans wissen: Ein großer Teil der Faszination Harley-Davidson geht vom Motorenklang aus. Das markante Harley-Blubbern eines großvolumigem Zweizylinder-V-Motors sucht man beim Project Livewire natürlich vergeblich. Bei Elektroautos gehen manche Hersteller dazu über, den Klang eines Verbrennungsmotors einfach per Klanggenerator zu imitieren. Dies sieht Harley offenbar nicht vor. Vielmehr geht die Kultmarke offensiv mit der Thematik um: Der Livewire-Klang solle sich sowohl von Verbrennungsmotoren als auch von bereits im Handel erhältlichen E-Bikes unterscheiden.

Preis (Update 8.12.2014)

Auf einer Versammlung des "Wisconsin Sustainable Business Council" fuhr Harley-President Matt Levatich mit einer Livewire vor. In diesem Rahmen gab er zu Protokoll, dass die Markteinführung von Harleys erstem Elektromotorrad noch auf sich warten lässt. Laut eines Autoblog-Berichtes sagte Levatich, dass Livewire serienreif sei, "wenn die nächste Batterien-Generation es ebenfalls ist. Zur Zeit bietet das Bike nur die Hälfte der Reichweite, die Kunden erwarten und kostet 50.000 US-Dollar - 50 Prozent mehr, als Kunden bereit sind zu zahlen".

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Mobile, Mobile Computing, Automobil und Elektroauto versehen.

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